Japchae selber machen: Koreanische Glasnudeln mit buntem Gemüse

Nicht jedes koreanische Gericht ist scharf. Japchae verbindet Glasnudeln, buntes Gemüse und eine würzige Sauce aus Sojasauce und Sesamöl. Dazu kommen eine leichte Süße und der nussige Duft gerösteten Sesams – eine schöne Kombination für alle, die koreanisch kochen möchten, ohne gleich zur Chilipaste zu greifen.

Japchae mit Glasnudeln, Pilzen, Karotten, Paprika und Spinat auf einer Keramikplatte
Glasnudeln, buntes Gemüse und Sesam: unsere Japchae-Variante ohne Fleisch. KI-generiertes Illustrationsbild.

In Korea wird Japchae häufig bei Festen und Familienfeiern serviert. Die Mischung aus Glasnudeln, Gemüse und je nach Rezept Fleisch gehört auch zu den typischen Gerichten an Chuseok, dem koreanischen Erntedankfest. Für einen gemütlichen Abend zu Hause braucht es aber keinen besonderen Anlass. Quelle: VisitKorea

Welche Nudeln braucht man für Japchae?

Verwende am besten Dangmyeon, koreanische Glasnudeln aus Süßkartoffelstärke. Sie haben nach dem Kochen einen angenehm elastischen Biss und nehmen die Würzsauce gut auf. Du findest sie in koreanischen oder anderen asiatischen Lebensmittelgeschäften, häufig unter der Bezeichnung „Sweet Potato Glass Noodles“. Mehr zu Dangmyeon bei Maangchi

Unser Rezept ist eine unkomplizierte Variante mit Pilzen und Gemüse. Plane ungefähr 40 Minuten ein; die genaue Zeit hängt vor allem davon ab, wie schnell das Gemüse geschnitten ist.

Zutaten für 2–3 Portionen

Glasnudeln, Karotte, rote Paprika, Zwiebel, Pilze, Spinat, Knoblauch und Würzzutaten für Japchae
Die wichtigsten Zutaten im Überblick; Mengen siehe Liste. KI-generiertes Illustrationsbild.
  • 200 g Dangmyeon
  • 1 mittelgroße Karotte
  • 1 rote Paprika
  • 1 Zwiebel
  • 150 g Champignons oder frische Shiitake
  • 100 g frischer Spinat
  • 1 Knoblauchzehe
  • 2 EL neutrales Öl zum Braten
  • 1 EL gerösteter Sesam

Für die Sauce:

  • 4 EL Sojasauce
  • 1 EL Zucker
  • 1½ EL geröstetes Sesamöl
  • Etwas schwarzer Pfeffer

Je nach Sojasauce kann die Würze unterschiedlich kräftig ausfallen. Gib deshalb zunächst einen Teil der Sauce dazu und schmecke anschließend ab.

So bereitest du Japchae zu

1. Gemüse und Sauce vorbereiten

Schneide Karotte und Paprika in dünne Streifen, die Zwiebel in feine Spalten und die Pilze in Scheiben. Hacke den Knoblauch fein und wasche den Spinat.

Verrühre Sojasauce, Zucker, Sesamöl und Pfeffer in einer kleinen Schüssel, bis sich der Zucker weitgehend aufgelöst hat.

2. Spinat kurz blanchieren

Gib den Spinat kurz in kochendes Wasser, bis er zusammenfällt. Schrecke ihn kalt ab und drücke überschüssiges Wasser vorsichtig heraus. Lockere ihn danach wieder etwas auf, damit er sich später gleichmäßig unter die Nudeln mischen lässt.

3. Gemüse portionsweise braten

Erhitze etwas neutrales Öl in einer großen Pfanne. Brate zuerst Karotte und Zwiebel, anschließend Paprika und Pilze. Arbeite bei einer kleinen Pfanne in mehreren Portionen: Das Gemüse soll braten und etwas Biss behalten.

Gib den Knoblauch gegen Ende kurz dazu. Stelle das fertige Gemüse beiseite.

4. Glasnudeln kochen

Bereite die Dangmyeon nach Packungsanweisung zu. Probiere vor dem Abgießen eine Nudel: Sie sollte durchgegart sein und noch einen elastischen Biss haben.

Lass die Nudeln gut abtropfen. Falls sie sehr lang sind, kannst du sie mit einer sauberen Küchenschere etwas kürzen.

5. Alles vermischen

Gib Nudeln, gebratenes Gemüse und Spinat in die große Pfanne. Füge zunächst etwa zwei Drittel der Sauce hinzu und vermische alles bei niedriger bis mittlerer Hitze gründlich.

Schmecke ab und ergänze nach Bedarf die restliche Sauce. Zum Schluss den gerösteten Sesam darüberstreuen und warm servieren.

Drei kleine Tricks für gutes Japchae

Schneide das Gemüse möglichst gleichmäßig. Dünne Streifen lassen sich gut mit den langen Nudeln aufnehmen und garen schneller.

Lass Spinat und Nudeln gut abtropfen. Zu viel Wasser verdünnt die Sauce und sammelt sich auf dem Teller.

Würze zum Schluss nach. Nach dem Vermischen zeigt sich am besten, ob noch etwas Sojasauce, Süße oder Sesamöl fehlt.

Japchae nach deinem Geschmack

Du kannst die Gemüsemischung leicht verändern. Mehr Pilze sorgen für eine kräftigere, herzhafte Note; gelbe Paprika bringt zusätzliche Farbe auf den Teller. Für eine Variante mit Fleisch kannst du dünne Rindfleischstreifen separat durchbraten und am Ende untermischen.

Unsere Gemüseversion kommt ohne Fleisch und Ei aus. Wenn du vegan kochst, kontrolliere auch bei den verwendeten Saucen die Zutatenliste.

Ein koreanisches Gericht zum Teilen

Stelle Japchae auf einer großen Platte in die Tischmitte und lass alle zugreifen. Dazu passen nach Geschmack kleine Schälchen mit Kimchi, Gurkensalat oder eingelegtem Gemüse.

Gerade die milde Würze macht dieses Gericht zu einem schönen Einstieg in die koreanische Küche: ein paar vertraute Gemüsesorten, die besondere Textur der Glasnudeln und eine Sauce, die alles verbindet.

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